Problemschwangerschaften

Gründe für eine Fehlgeburt können von Frau zu Frau unterschiedlich sein, allerdings fanden Ärzte heraus, dass besonders Problemschwangerschaften einer der Hauptgründe sind. Eine Problemschwangerschaft liegt zum Beispiel dann vor, wenn Frauen gewisse Faktoren erfüllen, die eine Schwangerschaft gefährden könnte. Das wären einmal Frauen, die älter als 35 Jahre sind oder unter 16 Jahre alt sind. Ärzte können solche Schwangerschaften als ‘Risikoschwangerschaft’ einstufen. Aber problematische Schwangerschaften können auch vorliegen, wenn unerwartete Komplikationen auftauchen, oder seelischer Stress und körperliche Beschwerden in Ihr Leben eintreten. Schließlich kann die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes Sie zu Ihren Grenzen bringen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, während der Schwangerschaft Menschen um sich zu haben, denen Sie vertrauen können, die Sie beruhigen und Ihnen bei Problemen helfen können. Das können Ihr Lebensgefährte, Freunde, Eltern und natürlich eine Hebamme sein. Sie sind wichtige Fachkräfte, die Ihnen während und nach der Schwangerschaft zur Seit stehen werden, gerade bei Problemschwangerschaften sollten Sie auch Ihren Gynäkologen auf dem Laufenden halten. Doch auch mit aller Vorsicht kann die Schwangere Person nicht viel tun, falls es zu einer Fehlgeburt kommt. Es ist für Mütter ein großer Schock und das Trauern wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Bei Bedarf können Sie Selbsthilfegruppen besuchen und Frauen mit ähnlichen Erfahrungen treffen, oder einen spezialisierten Therapeuten aufsuchen.

Man unterscheidet meist zwischen Fehl- und Totgeburt, da ein Kind, das in der 1. bis 25. Schwangerschaftswoche stirbt als Fehlgeburt, und Kinder die nach der 25. Schwangerschaftswoche sterben, als Totgeburt bezeichnet werden. Eine Totgeburt ist meldepflichtig beim Standesamt, Sie können selbst entscheiden, ob Sie dem Kind einen Namen geben möchten und ob bzw. wie es bestattet werden soll. Da eine Fehlgeburt voraussetzt, dass das Baby unter 500 Gramm wiegt, kann es unter Umständen vorkommen, dass die Regierung Ihnen keine Bestattung genehmigt, auch wenn die meisten Bundesländer seit 2012 Bestattungen bewilligen.